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Beta-Lesen: Was es ist und warum es für Autor:innen wichtig ist

Vor einigen Wochen haben wir hier im Blog einen Text über das „kritische Lesen“ veröffentlicht, einen sehr wichtigen lektorischen Service für den Feinschliff der Manuskripte von Autor:innen. Wir haben zahlreiche positive Rückmeldungen erhalten, was die Bedeutung dieses Themas für unabhängige Autor:innen unterstreicht.

In Anlehnung an die Entstehung jenes Inhalts, sprechen wir heute über das „Beta-Lesen“. Dabei handelt es sich zwar nicht direkt um einen lektorischen Service, aber dennoch um eine weitere sehr wichtige Etappe zur Verbesserung der technischen Qualität eines Buches.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, was Beta-Lesen ist und welche Bedeutung es hat, dann bleib dran und viel Spaß beim Lesen!

Was ist eigentlich Beta-Lesen?

Beta-Lesen ist die Bezeichnung für eine Tätigkeit, die von Leser:innen durchgeführt wird, um Feedback zu einem noch unveröffentlichten Buch zu geben. Diese Lesung kann einzeln oder kollektiv erfolgen (was sehr üblich ist).

Sobald der Autor sein Manuskript fertiggeschrieben hat und bevor er es an den Textrevisor sendet, wählt er eine oder mehrere Personen aus, die die ersten Leser:innen seines zukünftigen Buches sein sollen.

Vorteile des Beta-Lesens

Die Prämisse des Beta-Lesens ist es, mögliche Fehler und Verbesserungspunkte im Werk zu entdecken, die dem Autor entgangen sind. Beta-Leser:innen machen konkrete Anmerkungen, z. B. zur Chronologie der Geschichte, zum Vertauschen von Figurennamen usw., oder sogar allgemeine Anmerkungen dazu, ob ihnen die Entwicklung der Geschichte gefallen hat oder nicht.

Mit anderen Worten: Das Beta-Lesen hilft Autor:innen in den folgenden Bereichen:

  • Konstruktives Feedback zur Verbesserung der Buchqualität.
  • Identifizierung von Unstimmigkeiten in Handlung und Figuren.
  • Verbesserung von Grammatik und Schreibstil.

Muss jedes Buch ein Beta-Lesen durchlaufen?

Im Gegensatz zum Textlektorat oder der Covergestaltung ist das Beta-Lesen keine Pflichtdienstleistung, aber sehr zu empfehlen. Es ist besser, Kritik und Änderungsvorschläge zu erhalten, solange das Buch noch nicht fertig ist, als nach der Veröffentlichung negatives Feedback von den Leser:innen zu bekommen.

Autor:innen wird empfohlen, nach literarischen Profilen Ausschau zu halten, die regelmäßig Gemeinschaftslesungen durchführen. Es ist eine Gelegenheit für den Autor, aus dem Feedback der Leser:innen zu lernen und sogar mögliche zukünftige Partnerschaften zu entwickeln und ein besseres Verständnis für den Literaturmarkt zu erlangen. Denn es genügt nicht, nur ein Buch zu veröffentlichen – man muss auch mit der Bücherwelt vertraut sein.

Ist Beta-Lesen ein kostenpflegiger oder kostenloser Service?

Beta-Lesen ist in der Regel ein kostenloser Service. Man benötigt keine professionelle Ausbildung oder besondere Fähigkeiten, um Beta-Leser:in zu sein. Es wird empfohlen, das Buch zur „Betalesung“, wie die Tätigkeit popularly genannt wird, an Personen zu geben, die die Thematik deines Buches mögen (Science-Fiction, historische Romane etc.).

Allerdings können auch Beta-Leser:innen, die nicht mit deiner Thematik vertraut sind, einen wertvollen Beitrag leisten, da sie eine andere, vielleicht sogar unvoreingenommenere Sichtweise bieten als jemand, der bereits eine Vorliebe für das Genre des Buches hat.

Wie bereite ich mein Manuskript für das Beta-Lesen vor?

Jeder Autor hat seinen eigenen Schreibstil und sein eigenes Tempo. Es gibt diejenigen, die ihr gesamtes Werk strukturieren, bevor sie mit dem Schreiben beginnen, und die es Kapitel für Kapitel überarbeiten. Andere schreiben das gesamte Buch und überarbeiten es anschließend. Unabhängig vom Schreibstil sollte der Autor sein eigenes Buch überarbeiten und so eine erste Filterung vornehmen.

Nach der Überarbeitung sollte der Autor die Beta-Leser:innen auf den Empfang des Manuskripts vorbereiten, indem er seine Erwartungen klar kommuniziert und klare Anweisungen gibt. Der Autor kann die Leser:innen beispielsweise bitten, sich auf den Aufbau und die Entwicklung der Figuren oder die Erzählgeschwindigkeit zu konzentrieren. Oder auf andere spezifische Punkte, auf die sich die Beta-Leser:innen konzentrieren sollen.

Wie wähle ich meine Beta-Leser:innen aus?

Eine Beta-Leser:in muss im Grunde genommen gerne lesen und ein gutes Lesetempo haben. Darüber hinaus kann sie ein gutes Verständnis für das Genre, die Kategorie oder das Thema deines Buches haben. Dieser Punkt ist jedoch nicht unbedingt erforderlich.

Allerdings sollte ein Beta-Leser ehrlich sein und in der Lage, dem Autor konstruktive Kritik zu liefern. Er sollte ein Auge für Details haben, einschließlich Unstimmigkeiten in der Handlung, der Figurenentwicklung und grammatikalischer Fehler.

Suche nach mehr als einem Beta-Leser. Eine Vielfalt an Perspektiven ist wichtig. Beta-Leser:innen unterschiedlicher Herkunft, Altersgruppen und Lebenserfahrungen können unterschiedliche Einblicke bieten und Probleme aufdecken, die dir oder anderen Beta-Leser:innen entgangen sein könnten.

Wo findet man sie?

  • Persönliche Kontakte: Beta-Leser können deine Freunde oder Familienmitglieder sein.
  • Soziale Medien: Literarische Profile in sozialen Netzwerken können gute Anlaufstellen sein, um Beta-Leser zu finden, insbesondere mit bestimmten Hashtags.
  • Lesezirkel: Die Teilnahme an Lesezirkeln kann Gelegenheiten bieten, lesewillige Beta-Leser zu finden.

Wie sammle ich Feedback ein?

Das effiziente Sammeln und Organisieren des Feedbacks der Beta-Leser kann einen großen Unterschied im Überarbeitungsprozess deines Buches machen. Wenn du den Leser:innen eine offene und dynamische Datei für Anmerkungen wie Google Docs zur Verfügung stellst, kann dieser Wissensaustausch erleichtert werden. In Echtzeit kommentiert der Leser einen bestimmten Punkt und der Autor kann dies nachverfolgen, da das Tool die Bearbeitung des Dokuments durch mehrere Personen in Echtzeit ermöglicht.

Der Autor kann Feedback auch mithilfe strukturierter Fragebögen sammeln. Dieser Fragebogen enthält spezifische Fragen, um die Beta-Leser:innen zu leiten. Dies kann Fragen zur Handlung, zum Setting, zur Figurenentwicklung, zum Tempo und zu allen anderen spezifischen Interessensgebieten umfassen.

Beispiele für nützliche Fragen an Beta-Leser:innen:

  • Gab es Teile der Geschichte, die du verwirrend oder schwer zu verfolgen fandest?
  • Wie würdest du die Entwicklung der Hauptfiguren beschreiben?
  • Erschien dir das Tempo der Geschichte throughout das Buch angemessen?
  • Gab es Punkte, an denen du das Interesse verloren hast? Wenn ja, wo?
  • Sind dir wiederholt grammatikalische Fehler oder Tippfehler aufgefallen?

Was mache ich mit dem erhaltenen Feedback?

Nach Erhalt des Feedbacks der Beta-Leser:innen wird der Autor alles Gesammelte sichten und organisieren, wobei er wiederkehrender Kritik und Hinweisen besondere Aufmerksamkeit schenkt. Nach der Organisation der Feedbacks werden Prioritäten definiert und festgelegt, welche Änderungen vorgenommen werden.

Denk daran: Auch wenn Feedback wertvoll ist, solltest du die Essenz und die Stimme deines Buches bewahren. Nimm die Änderungen vor, die du für notwendig hältst, aber fühle dich nicht verpflichtet, alles zu ändern, was vorgeschlagen wurde.

Fazit

Das Beta-Lesen ist eine entscheidende Phase im Schreibprozess, auch wenn es nicht strikt obligatorisch ist. Es hat das Potenzial, das Manuskript des Autors vor der Veröffentlichung erheblich zu verbessern. Die sorgfältige Auswahl von Beta-Leser:innen, das Sammeln und Organisieren von Feedback und das Wissen, wie dieses Feedback genutzt werden kann, sind wichtige Schritte, um sicherzustellen, dass dein Buch sein volles Potenzial entfalten kann.

Wenn du diese Methode noch nicht ausprobiert hast, solltest du es bei deinem nächsten literarischen Projekt in Betracht ziehen. Und für diejenigen, die bereits Erfahrung damit haben, teilt eure Geschichten und Tipps in den Kommentaren – eure Erfahrung kann andere Autor:innen inspirieren.

Denk daran: Feedback ist ein Geschenk, das dein Buch von gut zu hervorragend verwandeln kann. Viel Erfolg beim Schreiben und alles Gute.

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