Ich beginne diesen Beitrag mit einer wichtigen Klarstellung: Das Wichtigste beim Schreiben eines Buches ist nicht das Programm, sondern die Geschichte selbst. Und damit meine ich nicht nur eine gute Idee für eine Handlung, sondern die gesamte Geschichte – ihre Struktur, ihren Rhythmus, ihre Rechtschreib- und Grammatikprüfung, kurz gesagt: alles, was der Leser tatsächlich lesen wird.
Falls du dazu noch Fragen hast, solltest du unbedingt den vollständigen Leitfaden zum Schreiben eines Buches lesen.
Die besten Programme zum Schreiben – welche sind das?
Vielleicht wäre ein anderer Titel für diesen Abschnitt passender, denn „beste“ ist eine sehr subjektive Bewertung. Dennoch wage ich einige praktische Vorschläge, basierend auf den Programmen, die von Autoren am häufigsten genutzt und empfohlen werden.
1. Microsoft Word
Microsoft Word ist der Marktführer unter den Textverarbeitungsprogrammen und mit Abstand das meistgenutzte. Es ist sicher, ermöglicht das Arbeiten in verschiedenen Buchformaten und kann Dateien direkt als PDF speichern. Besonders praktisch ist die Funktion, Änderungen nachzuverfolgen und Korrekturen vorzunehmen, ohne den ursprünglichen Text zu verlieren – ein großer Vorteil für kritisches Lektorat und Korrekturlesen.
Word ist also zwar der „Großvater“ unter den Textverarbeitungsprogrammen, aber dennoch das am weitesten verbreitete und einfachste in der Handhabung.
2. Google Docs
Google Docs ist Googles Version von Word. Es sieht ähnlich aus und bietet fast die gleichen Funktionen, hat jedoch eine große Stärke und eine Schwäche.
Der größte Vorteil ist die automatische Speicherung in der Cloud, die mit deinem Google-Konto verknüpft ist – ein wahrer Lebensretter! Es gibt zudem kostenlose Apps für Smartphones und Tablets sowie die Möglichkeit, über den Browser zu arbeiten. Ein weiterer Pluspunkt ist die Möglichkeit, das Dokument mit Lektoren oder Testlesern zu teilen, die Anmerkungen und Kommentare direkt im Text hinterlassen können.
Die größte Schwäche von Google Docs zeigt sich, wenn Bilder eingefügt werden müssen. Es ist zwar möglich, aber das Hochladen und Positionieren ist umständlich und mühsam.
3. yWriter
yWriter ist kein Programm für Technikmuffel – aber es ist äußerst effizient. Verfügbar für Mac und Windows, ermöglicht es die Nachverfolgung von Änderungen, die Verwaltung von Charakteren, die Organisation der Geschichte anhand von Zeitlinien und Schauplätzen und sogar das Umstrukturieren von Szenen.
Es ist nicht das benutzerfreundlichste Programm, aber wenn du technikaffin bist, lohnt es sich, es auszuprobieren.
4. Scrivener
Scrivener ist eines der bekanntesten Programme für Autoren weltweit. Es bietet viele Funktionen von yWriter, ist aber, meiner Meinung nach, intuitiver und praktischer. Es kombiniert Textverarbeitung mit Projektmanagement und ermöglicht Notizen, Zeitlinien und mehr. Zudem kann es hochwertige PDF- und ePub-Dateien exportieren.
Der Nachteil? Es ist kostenpflichtig (zwischen 40 und 45 US-Dollar). Dennoch ist es nicht ohne Grund so beliebt.
5. ZenWriter
Dieses Programm liegt irgendwo zwischen MS Word und yWriter oder Scrivener. Sein größter Vorteil ist das Schreibgefühl: Sobald du mit einem Text beginnst, übernimmt ZenWriter den gesamten Bildschirm und schafft eine immersive Schreibumgebung.
Es gibt auch eine Inspirationsbibliothek, die ich persönlich jedoch nicht als besonders nützlich empfinde.
ZenWriter kostet 17,50 US-Dollar und ist, wie Scrivener, nur auf Englisch verfügbar. Trotzdem einen Blick wert.
6. StoryBook
StoryBook gehört nicht zu meinen Favoriten (im Gegensatz zu Scrivener). Die Benutzeroberfläche ist etwas gewöhnungsbedürftig, und das Schreibgefühl ist das Gegenteil von ZenWriter.
Dennoch hilft es zweifellos bei der Organisation und Strukturierung der Handlung. Da es kostenlos ist, könnte es ein guter Einstieg in professionelle Schreibprogramme sein.
7. Scapple
Scapple ist nicht direkt ein Programm zum Schreiben von Büchern, aber es hilft enorm bei der Strukturierung von Ideen. Es ermöglicht das Erstellen von Mindmaps, chronologischen Strukturen und Charakterbäumen – ideal für komplexe Handlungen.
Gibt es noch andere Schreibprogramme?
Ja, natürlich! Aber diese sieben decken viele wichtige Funktionen für Autoren ab. Manche (wie Scapple) funktionieren besonders gut in Kombination mit anderen (wie Google Docs oder Word).
Unsere Empfehlung: Probiere sie aus! Selbst die kostenpflichtigen Programme bieten oft Testversionen, mit denen du herausfinden kannst, ob sie für dich geeignet sind.
Aber denk daran: Das wichtigste ist nicht das Programm, sondern deine Geschichte! Sobald sie geschrieben ist, geht es nur noch darum, sie in das gewünschte Buchformat zu bringen.
Zusätzliche Tipps: Format, PDF und ePub für dein Buch
Wie groß sollte ein Buch sein?
Dein Buch muss das richtige Format haben. Auf Plattformen wie Literary Highways gibt es verschiedene Standardgrößen (A5, A4, Pocket, Quadratisch). Falls dein Manuskript nicht den Vorgaben entspricht, wird es nicht akzeptiert.
Wie konvertiert man ein Buch in eine PDF-Datei?
Um dein Buch druckfähig zu machen, muss es als PDF vorliegen. Ohne eine PDF-Datei kannst du es nicht im Print-Format veröffentlichen – und gedruckte Bücher machen heute über 85 % der Verkäufe aus.
Die meisten Textverarbeitungsprogramme bieten eine Exportfunktion für PDFs. Falls du eine externe Lösung benötigst, empfehlen wir ein kostenloses Tool wie Free PDF Convert.
Wie konvertiert man eine Datei in ePub?
ePub ist ein weiteres wichtiges Format, besonders für E-Books. Während viele Shops (wie Google Play) PDF akzeptieren, verlangen andere Plattformen (wie Apple iBooks und Kindle) ePub.
ePub ist flexibler als PDF, da sich beispielsweise die Schriftgröße anpassen lässt – ein großer Vorteil für Leser auf mobilen Geräten. Da die meisten Menschen E-Books auf Smartphones lesen, ist ePub oft die bessere Wahl.
Beim Konvertieren in ePub gibt es jedoch Herausforderungen, besonders wenn dein Buch Bilder oder Tabellen enthält. In solchen Fällen lohnt es sich, einen Experten zu beauftragen. Falls dein Buch nur aus Text besteht, kannst du kostenlose Online-Tools zur automatischen Konvertierung ausprobieren.
Haben Sie Ihr Buch geschrieben? Und jetzt?
Haben Sie all dies durchlaufen? Ist Ihr Buch bereits geschrieben und bereit, veröffentlicht zu werden?
Herzlichen Glückwunsch: Jeder hat eine Geschichte zu erzählen, aber wenn Sie Zweifel haben, sind es nur wenige, die sie wirklich aus dem Kopf aufs Papier bringen können.
Der nächste Schritt? Veröffentlichen Sie es hier bei Literary Highways kostenlos in gedruckter und digitaler Form und seien Sie in den größten Buchhandlungen des Landes und der Welt präsent!“
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