Die Frage “Wie schreibt man ein Buch?” taucht immer wieder bei angehenden Schreibtalenten auf. Es ist eine große Herausforderung, eine Reise, die sich über Monate erstrecken kann. Neben der Liebe zur literarischen Kunst braucht es eine gute Portion Einsatzbereitschaft, Kreativität, Organisation und Planung, um das Manuskript abzuschließen. Die Herausforderungen sind enorm, aber jeder kann dieses Kunststück vollbringen.
Im heutigen Text werden wir uns kurz fassen. Wir listen 10 Tipps auf, die dir helfen, von einer leeren Seite zu einem veröffentlichten und verkaufsfertigen Buch zu gelangen. Und unten findest du den Leitfaden für deine Lektüre.
Bist du bereit, eine:r veröffentlichte:r Autor:in zu werden? Dann lass uns anfangen! Viel Spaß beim Lesen!
Leitfaden für den Text:
Phase 1: Vorbereitung
- Tipp 1: Recherchiere die literarischen Genres
- Tipp 2: Organisiere deine Ideen
- Tipp 3: Definiere eine Schreibroutine
Phase 2: Schreibtipps
- Tipp 4: Erstelle die Grundidee, die Synopse und das Exposé
- Tipp 5: Strukturiere deine Geschichte
- Tipp 6: Architekt:in oder Gärtner:in? Welcher Schreibtyp bist du?
- Tipp 7: Entwickle die Elemente der Erzählung
- Tipp 8: Schreib!
Phase 3: Überarbeitung, Veröffentlichung und Verkauf
- Tipp 9: Überarbeite dein Werk
- Tipp 10: Wähle eine Plattform für Veröffentlichung, Vertrieb und Verkauf

Vorbereitung: Was du tun solltest, bevor du anfängst, ein Buch zu schreiben
Ich weiß, dass die Ungeduld groß ist, endlich mit dem Schreiben zu beginnen. Doch die Vorbereitungsphase ist entscheidend, damit das Schreiben des Buches, das Monate dauern kann, so reibungslos und vorhersehbar wie möglich verläuft.
Für diese Phase haben wir drei Tipps: Recherche zu literarischen Genres, Organisation der Ideen und Festlegung einer Schreibroutine.
1. Recherchiere die literarischen Genres
In der Literatur gibt es drei Hauptgattungen: Epik/Narrative, Lyrik und Dramatik. Jede davon hat einzigartige Merkmale, die die Anordnung der Worte komplett unterscheidet. Ein narrativer Text, wie der Name schon sagt, konzentriert sich auf die Erzählung einer Geschichte, ob fiktiv oder nicht. Zur Epik gehören einige Stilrichtungen.
Die gebräuchlichsten sind der Roman, die Kurzgeschichte (Conto) und die Chronik. Romane sind längere Geschichten, die oft über 100 Wörter hinausgehen (Anm. d. Ü.: Gemeint sind wohl eher 100.000 Wörter). Kurzgeschichten hingegen sind kurze Erzählungen mit nicht mehr als 15.000 oder 20.000 Wörtern. Chroniken wiederum sind Texte, die alltägliche Geschichten erzählen, oft mit Humor und Spott.
Die lyrische Gattung besteht aus Gedichten. Es sind kurze Texte mit starkem emotionalem Appell. Ein weiteres starkes Merkmal lyrischer Texte sind Metrik und Schreibregeln. Ein Sonett, eine sehr bekannte literarische Form, zeichnet sich durch 14 Verse aus, bestehend aus zwei Quartetten (Strophen mit vier Versen) und zwei Terzetten (Strophen mit drei Versen).
Schließlich besteht die dramatische Gattung aus Texten, die gedacht sind, um auf einer Bühne von Schauspieler:innen vor einem Publikum aufgeführt zu werden. Zu dieser Gattung gehören die Satire, die Komödie, die Tragikomödie und das Possenspiel. Wir haben einen Text, der voller Dialoge und Akte (oder Szenen) ist und (fast immer) ohne Erzähler auskommt.
2. Organisiere deine Ideen
Sobald der Weg, den du einschlagen willst, definiert ist, müssen deine Ideen organisiert werden. Um ein Buch zu schreiben, reicht eine einzige Anfangsidee nicht aus. Fang an, alles zu skizzieren, was dir in den Sinn kommt. Schreib, schreib um und korrigier so oft wie nötig. Der Anfang kann holprig sein, aber mit klaren und gut organisierten Ideen lässt sich dieses Hindernis leicht überwinden.
Es ist üblich, dass Autor:innen Notizen auf dem Handy oder im Computer-Notizblock haben, mit allen Einfällen oder Wünschen für eine neue Geschichte. Es gibt keine Regeln. In dieser Strukturierungsphase ist das Wichtigste, keine gute Idee zu verlieren.
3. Definiere eine Schreibroutine
Schreiben ist ein Handwerk, das Beständigkeit erfordert. Der:die Schriftsteller:in muss verstehen, dass Übung ihn:sie allmählich besser macht. Und das ist nur mit der Etablierung einer Routine möglich. Kannst du nicht täglich stundenlang schreiben? Kein Problem. Fang mit dem an, was möglich ist, und passe es an, erhöhe die täglichen/wöchentlichen Stunden, bis du einen Rhythmus findest, der dir erlaubt, das Ende des Manuskripts abzusehen.
Wie schreibt man ein Buch: Schreibtipps
Wir sind am ersehnten Moment angelangt: dem Schreiben des Buches. Mit einer guten Vorbereitung wird das Schreiben des Buches zu einem Vergnügen, ohne Hin und Her durch die Seiten. Für diese Phase haben wir vier essentielle Tipps definiert:
4. Erstelle die Grundidee, die Synopse und das Exposé
Diese drei Elemente helfen dem:der Schriftsteller:in, seine Geschichte besser und zusammengefasst zu verstehen. Die Grundidee (Pensata) kann als die zentrale Idee oder das Thema des Buches verstanden werden. Sie besteht aus wenigen Sätzen und hat die Funktion, die Aufmerksamkeit des Lesers zu fangen.
Die Synopse ist die Erweiterung der Grundidee und stellt Figuren und den Konflikt vor. Das Exposé (Argumento) kann einige Seiten lang sein, die Geschichte gut erklären und sogar Spoiler und das Ende verraten. Es hat die Funktion, zum Beispiel einen Verlag davon zu überzeugen, dass diese Geschichte es wert ist.
5. Strukturiere deine Geschichte
Die Strukturierung des Buches ist für narrative Texte unerlässlich, ob fiktiv oder nicht. Da es sich um weniger “objektive” Erzählungen als lyrische und dramatische handelt, die Hunderte von Seiten haben können, hilft die Strukturierung den Schriftsteller:innen, die Geschichte im Großen zu visualisieren.
Es gibt verschiedene Techniken und Formen der Strukturierung. Aber die Strukturierung in Kapiteln ist die gebräuchlichste. Vom Vorwort/Prolog bis zum Nachwort/Epilog liegt eine große Reise vor uns, und es ist ratsam, dass der Autor für jedes Kapitel kurze Sätze darüber schreibt, was passieren wird. Auf diese Weise weiß der Schriftsteller von Anfang an, wie der Text beginnen und enden wird. Natürlich können sich während des Prozesses Änderungen ergeben.
6. Architekt:in oder Gärtner:in? Welcher Schreibtyp bist du?
Trotz der strukturellen Elemente eines Buches entscheiden sich einige Schriftsteller:innen dafür, diese Praktiken nicht zu befolgen und direkt mit dem Schreiben des Buches zu beginnen. Ein großes Beispiel für einen Autor, der diesen Weg geht, ist der US-Amerikaner Stephen King, berühmt für seine Horrorgeschichten. Er hat mehrfach erklärt, dass er sich “hinsetzt und schreibt”, ohne seine Geschichten vorher zu strukturieren.
Im Volksmund nennen wir diejenigen, die ihre Geschichten strukturieren, “Architekten” und diejenigen, die eine Geschichte pflanzen und ihre Worte säen, ohne zu wissen, wie die Zweige dieses Buches aussehen werden, “Gärtner”. Es gibt kein Besser oder Schlechter, jedoch wird neuen Schriftsteller:innen empfohlen, vor dem Schreiben zu strukturieren.
7. Entwickle die Elemente der Erzählung
Wir widmen einen unserer 10 Tipps ausschließlich narrativen Texten, die bei Leser:innen und Schriftsteller:innen beliebter sind. OK? Also, was ist eine Erzählung? Eine Erzählung ist das Erzählen einer Geschichte mit Handlungen und Ereignissen, die Figuren, fiktiv oder real, involvieren.
In der Regel folgen Erzählungen einer Standardstruktur mit Einleitung, Hauptteil und Schluss. Und es gibt verschiedene Elemente, die eine Erzählung ausmachen. Sie sind:
Handlung: Die Gesamtheit aller Fakten und Ereignisse. Kann unterteilt werden in: Ausgangssituation, Konflikt, Entwicklung, Höhepunkt und Auflösung.
Zeit: Bezieht sich auf den Ablauf der Geschichte, kann chronologisch oder psychologisch sein.
- Raum: Wo die Handlung stattfindet.
- Handlung: Taten, Bewegungen, Dialoge und Gedanken.
- Erzähler: Wer die Geschichte erzählt, kann sein:
- Ich-Erzähler;
- personaler Erzähler oder;
- allwissender Erzähler.
- Figuren: Können sein:
- Protagonist:in;
- Antagonist:in;
- Nebenfiguren.
8. Schreib!

Nach all diesem Verständnis gibt es nicht mehr viel zu sagen. Schreib, schreib und schreib. Wie bereits gesagt, je mehr man schreibt, desto besser wird der:die Schriftsteller:in. Es ist üblich und natürlich, dass Autor:innen mit ihren ersten Geschichten nicht zufrieden sind, aber immer bleibt die Lektion, was oder wo man verbessern kann. Die Reifung ist natürlich.
Überarbeitung, Veröffentlichung und Verkauf eines Buches
Das Schreiben eines Buches zu beenden, reicht nicht aus. Der Text muss angepasst werden, um ideal für die Veröffentlichung zu sein. Jetzt ist es an der Zeit, dein Buch Expert:innen wie Lektor:innen und Gestalter:innen zu zeigen.
9. Bevor du veröffentlichst, überarbeite dein Werk
Die Überarbeitung des Textes ist ein essentieller und unverzichtbarer Schritt. Es kann notwendig sein, dass deine Geschichte zwei professionellen Prüfungen unterzogen wird: dem kritischen Lesen und dem Beta-Lesen. Beide haben die Funktion, Probleme in der Erzählung zu finden, wobei das Beta-Lesen eine Aktivität mit geringerer technischer Verantwortung ist. Um mehr über diese Aktivitäten zu erfahren, besuche:
- Beta-Lesen: Was es ist und warum es für Autor:innen wichtig ist (Link einfügen)
- Kritisches Lesen: Was es ist und seine Bedeutung für Schriftsteller:innen (Link einfügen)
Nach dieser Phase der Validierung der Geschichte muss der Text lektoriert werden, wobei der:die Buchprofi grammatikalische und orthografische Fehler aufzeigt.
10. Wähle eine Plattform für Veröffentlichung, Vertrieb und Verkauf
Die Reise des Schreibens und der Vorbereitung eines Buches ist lang und mühsam, richtig? Daher wird empfohlen, das Buch dort zu veröffentlichen, wo die größten Chancen bestehen, gesehen und folglich verkauft zu werden.
Literary Highways kümmert sich sehr darum. Wir wissen, welchen Kampf jede literarische Reise durchsteht. Deshalb werden die hier veröffentlichten Bücher weltweit vertrieben. Die Bücher erreichen die ganze Welt, sei es über Online-Marktplätze oder Buchhandlungen vor Ort.
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